GdgU

 

 

Prof. Dr. Manuel Cuadra
Universität Kassel
Fachbereich 6: Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung
Fachgebiet Architekturgeschichte / GdgU

 

 

 

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Träume und Räume einer jungen Revolution:
Das erste Jahrzehnt Städtebau und Architektur im revolutionären
Kuba zwischen Mythos und Realität

Mit der Revolution von 1959 und dem besonderen Weg, den das Land seitdem
gegangen ist, ist es Kuba seit fast fünf Jahrzehnten immer wieder gelungen,
globale Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Zwar ist die Bedeutung
Kubas vor allem in seiner geopolitischen Lage in unmittelbarer Nachbarschaft
zur Weltmacht und politischem Erzfeind USA begründet. Doch weckte
auch die Umgestaltung des Landes in seinem Inneren in wirtschaftlicher,
sozialer und politischer Ebene das internationale Interesse.

Vor diesem Hintergrund soll im Forschungsvorhaben der Frage nachgegangen
werden, welche Transformationen des Städtebaus, der Architektur und
der Landschaftsgestaltung in Kuba im Zuge der Revolution stattgefunden
haben. Hat die kubanische Revolution diese Disziplinen verändert? Wenn ja:
in welcher Form, mit welchen Zielen, mit welchen Ergebnissen? Welche Projekte
und Realisierungen belegen dies am besten? Diese Fragestellung beinhaltet
das Ziel, kubanische Beiträge konzeptioneller wie praktischer Art zur
internationalen Entwicklung von Städtebau, Architektur und Landschaftsgestaltung
zu identifizieren, zu dokumentieren und der internationalen Geschichtsschreibung
zugänglich zu machen.

Interessant an einer Betrachtung realisierter Projekte wie der hier vorgesehenen
ist, dass diese nicht nur die Absichten der Planer reflektieren, sondern
zugleich Auskunft darüber geben, ob die formulierten Ziele erreicht
wurden. Dafür sollen Erfolge und Misserfolge der hinter den Realisierungen
stehenden politischen und gesellschaftlichen Vorstellungen anhand realisierter
Projekte analysiert werden. Angesichts des katastrophalen Zustandes
der Städte in Kuba, die ein generelles „weiter so“ nicht erlauben, ist dieser
Aspekt von hoher Aktualität. Tatsächlich wächst kurz vor Erreichen des fünfzigsten
Jubiläums der Revolution die Bereitschaft, neue Strategien zu versuchen.
Die Analyse impliziert somit auch das Ziel, die positiven Errungenschaften
der letzten Jahrzehnte als mögliches Fundament neuer Ansätze in
ihren Qualitäten zu identifizieren.

Bedingt durch die speziellen Verhältnisse in Kuba hängt die Durchführbarkeit
internationaler Forschungsvorhaben wesentlich von der Berücksichtigung
der kubanischen Strukturen in der Forschung, der Findung geeigneter Partner
und der Entwicklung von Arbeitsweisen ab, die zugleich ein zielstrebiges
Forschen sicher stellen und sich vor Ort umsetzen lassen. In diesem Zusammenhang
ist ein zusätzliches Ziel der Aufbau eines frei zugänglichen digitalen
Archivs, das nebst einer konventionellen Publikation in Buchform, die
Möglichkeit bietet sowohl die für das Projekt beschafften Informationen als
auch die Ergebnisse der Gesamtforschung einem breiten Kreis von Interessenten
zur Verfügung zu stellen.

Stand der Arbeiten:
2007: Antrag Zentrale Forschungsförderung ZFF der Universität Kassel
2008: Vorbereitung eines DFG-Antrags mit den ZFF-Mitteln
2009: Beginn des DFG-Projektes; Laufzeit 3 Jahre

Arbeitsprogramm im Jahr der Zentralen Forschungsförderung:
1) Einarbeitung in die Forschungsliteratur
2) Vorbereitung einer institutionellen Partnerschaften in Kuba
3) Probelauf Studium und Verwertung der Quellen
4) Konkretisierung einer personellen Partnerschaft in Kuba auf einer inhaltlichen
Ebene
5) Probelauf vor Ort
 

 

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© 2006 prof. dr. manuel cuadra - www.cuadra.de/gdgu - universität kassel